Author: ernie-troelf

Vespa Spezial – Kolbenterror

Auf der Tour nach Stuttgart hatte die Vespa ja bekanntlich einen Kolbenstecker. Also habe ich ihr jetzt einen neuen Zylindersatz gegönnt. Wieder das gleiche Modell. Der D.R. 75ccm Rennzylinder hatte sich ja schließlich über fünf Jahre lang bewährt.
Die Freude währte diesmal allerdings nur kurz. Schon nach ca. 30km, als ich gerade noch am einfahren war, musste ich wieder die gleiche Panne diagnostizieren.
Nicht schön.

Jetzt überlege ich woran es gelegen haben könnte…

Momentan sind folgende Möglichkeiten meine Favoriten in der Ursachenforschung:
– Kanten im Zylinder nicht entgratet
– Ablagerungen in der Vergaserbedüsung und deshalb Gemisch zu mager
– Zündkerze zu heiß
– Fremdluft

Metzeler Interact Testtage 2011

Die Firma Metzeler hatte letztes Wochenende, neben ausgewählten Journalisten und Händlern, netterweise auch ein paar motorradfahrende Blogger und Twitterjunkies zu den Metzeler Interact Testtagen 2011 eingeladen.

Bei der Veranstaltung ging es darum, diverse neue Metzeler-Reifen auf verschiedenen Maschinen und dem entsprechend passenden Untergrund zu testen, ein paar Informationen über die Besonderheiten und Bauart der Reifen aus erster Hand zu erhalten und -hauptsächlich- um Spaß zu haben.

Angeboten wurden Fahrten auf der Luka-Rennstrecke unter der Leitung vom Team Moto Bike im Baden-Airpark, ein Offroad-Training auf einer nahegelegen Crosstrecke und geführte Ausfahrten über die kurvenreichen schwarzwälder Landstraßen.

Die meiste Beachtung unter den Teilnehmern fand ganz klar die Renstrecke. Kein Wunder also, dass genau hier nach kurzer Einweisung in den Tagesablauf der Spaß recht zügig beginnen sollte.

In der „Boxengasse“ standen ein paar Dutzend verschieden bereifter BMW S1000RR, HP-2 Sport und was weiß ich noch alles für 200PS-Mopeds für uns bereit. Gefahren wurde in drei Geschwindigkeitsgruppen. Ich war in der schnellsten Gruppe eingeteilt.
Schnell war ich aber nur bei einem: nämlich mich an der Rezeption in eine langsamere Gruppe versetzen zu lassen. So bekam ich ein Downgrade in die blaue, also die mittlere Gruppe. Aus irgendeinem Grund dachte das zuständige Fräulein Zuckerschnitte, ich wolle nur tiefstapeln, als ich auch dies Ablehnte und nach dem Grünen Aufkleber für die Blümchenpflückergruppe fragte. Ich fühlte mich geschmeichelt und beließ ich es dann auch bei Blau.
Dennoch blieben mir ein paar Restzweifel, ob ich als 34PS-Trommelbremsen-Fahrer ohne Rennstreckenerfahrung in dieser Gruppe werde mithalten können.

In dem ersten von drei möglichen Turns, galt Überholverbot. Ich war Anfangs im Umgang mit der Maschine, der engen Strecke und den gewaltigen Be- und Entschleunigungsmöglichkeiten kurzzeitig etwas gefordert und als ich merkte, dass ich den anderen in den Kurven im Weg stehe, wollte ich dann alles ganz besonders toll machen und konzentrierte mich so sehr auf’s Fahren, dass ich gar nicht mehr in Schwung kam. Es ist wie schon Lothar Schauer beim Wheely-Lehrgang öfter betonte:“nicht ständig über die Abläufe nachdenken, sondern machen“.
Egal. Verkackt, aber Spaß gehabt. Und es konnte das nächste Mal nur besser werden. – Auch da ich mir jetzt definitiv meinen grünen Blümchenpflücker-Aufkleber verdient hatte. Was nun auch das Mädel von der Anmeldung ohne Diskussionen einsah. Sie fuhr nämlich mit.

Bevor es aber zum nächsten Anlauf auf den Racetrack gehen sollte, fuhren wir „zur Entspannung“ auf die nahegelegene Crossstrecke. Dort warteten ein paar neue KTM 250er (mit zwei und vier Takten), eine 300er und eine 450er KTM und ein Instruktor auf uns.

Ich schnappte mir zuerst ein 4-Takt-Spielzeug. Damit ging es erst mal auf die Kinderstrecke um mit der Maschine und dem Untergrund warm zu werden. Dabei gab es ein paar gute Tips und Grundregeln vom Instruktor und schwuppdiewupp war ich schon pudelnass geschwitzt. Und hatte Blut geleckt.
Nicht zuletzt da unser Instruktor einen sehr guten Job gemacht hat, ging es recht schnell rüber auf die große Strecke. Tiefsand, Sprünge, Waschbrett…. alles da, was eine lustige EM-Crosssbahn ausmacht.

Da der alte Straßenfahrer Griesgram nach einem Ausflug in den Zaun und den Sand irgendwann aufgab und Frauke für die Cross-KTMs leider ein Stückchen zu kurz war, hatten Alexander und ich die Bahn schon bald für uns. Gelegentlich quetschte sich nur der Meister dazwischen um uns etwas vorzumachen. Ein Riesenspaß!
Im Vergleich zur Rennstrecke lernte ich hier schnell und Alexander ging es nicht anders. Obwohl schon völlig entkräftet, fuhren wir ein ums andere Mal wieder an der Ausfahrt vorbei um noch eine Runde zu drehen. Erst der Ruf zum Mittagessen konnte uns stoppen.
Ich musste nicht lange überlegen, um das Angebot vom Instruktor anzunehmen und den Landstraßen-Cruise am Mittag zugunsten weiterer Crossrunden sausen zu lassen. Obwohl ich untrainierter Sack schon zu diesem Zeitpunkt genau wusste, welch fieser Muskelkater mich sicherlich am nächsten Tag erwarten würde.

Nach einem ordentlichen Mittagessen schnappte ich mir dann eine der 250ccm Zwiebacksäge.
Räääängdengdengdengdeng – ich mag das. 🙂
Die Umstellung war gewöhnungsbedürftig. Der Zweitakter ist doch etwas bissiger. „Digitales Fahren“ wie Jörg passend bemerkte. Gas an oder Gas aus. Zwischendrin gibt’s da nicht viel.

Nicht zuletzt da das Crossen für mich kurzfristig einfacher und vor allem günstiger zu realisieren ist, als weitere Rennstreckenturns, werde ich die Ausübung dieses Sports sicherlich weiter verfolgen… 🙂

Nach dem zweiten Crossturn ging es, mitlerweile schon völlig ausgelaugt, direkt zum zweiten Rennstreckenturn. Diesmal mit Spezial-Anfängerbetreuung von Roxy im grünen Grüppchen.
Nach ein paar Runden hinter Roxy war die Anstrengung vom Crossen vergessen und meine Runden wurden flüssiger.
Auch wenn ich gewiss keinen Geschwindigkeitsrekord mehr aufgestellt hätte, wäre ich zu gerne noch ein, zwei Tage geblieben um die Kurvenangst abzulegen und den Dreh rauszubekommen. Aber der gelungene Testtag war leider schon zu Ende und für Alexander, Jochen, Ralf und mich ging es direkt weiter nach Niedereschach zum Touratec Travel Event bzw. der GS-Challenge (Bericht folgt). Glücklicherweise kann man ja auch so mal beim Team Moto Bike die Schulbank drücken, was ich bei Gelegenheit sicherlich noch mal in Anspruch nehmen werde.

An Reifen bin ich übrigens den Racetrack K3 auf der Rennstrecke und den 6 Days Extreme im Gelände gefahren. Beide Top. Aber ich habe bestimmt auch nur 15% ihres Leistungsvermögens ausgereitzt…

Aus der Blogrolle, bzw. der Timeline, waren mit von der Partie: Frauke (Fembike)Der Alte Griesgram, Clemens (Mojomag), Jochen (Moto1203), Alex (abgeschweift), Ralf (Schrägermeister), Jörg (BikeTourGermany) und natürlich Mr. Wheel (Metzeler RidExperience).

DANKE METZELER!

XT500 – es geht langsam voran

Das Prädikat „unverbastelt“ aus meinem letzten Blogeintrag zur XT nehme ich hiermit zurück. Auf den zweiten Blick liegt, bzw. lag, doch einiges im Argen. Einer der beiden Vorbesitzer war definitiv ein Schrauberdau. – Oder die Karre war in einer ganz miesen Werkstatt. Wer weiß…
Die verbastelten oder defekten Teile sind wohl bei weitem nicht so tragisch, als dass ich mich über den Kauf ärgern müsste, aber ich hatte nicht wirklich eingeplant die Karre so lange beschrauben zu müssen.


Aber egal. So ist das nun mal mit alten Kisten. Und so habe ich während der letzten drei oder vier Wochenenden mit Unterstützung von Bert und dem erfahrenen und hilfsbereiten Werkstattmeister-Nachbar Manfred so einiges erledigt:
– neuer Kettensatz
– Reifen neu
– Lenker neu und die Züge ordentlich verlegt
– neue Griffe montiert und Gaszug eingestellt
– Bremsen eingestellt
– Tank, Schutzbleche und Seitendeckel neu lackiert
– angelehnt an das 76er Design (gefällt mir besser als das ’77er) im Photoshop ein Dekor gebastelt
– Kofferträger angepasst und montiert und die Kofferhalter ebenfalls neu angepasst
– Motorschutzblech geschweißt und gelackt
– wegen den Koffern hinten neue Mini-Blinker montiert
– Batterie gewechselt und Batteriehalter gefixt
– Kabelbaum und Steckverbindungen (hoffentlich) wasserdicht ummantelt
– neue, crosstaugliche Fußrasten montiert (nicht so einfach, wie es sich anhört :/)
– Kickstarter gefixt
– Ölmessstab gegen einen Thermometer getauscht
Vor Island zu tun ist noch:
– ein Ölwechsel
– neues Vorderrad, da das jetzige einen so massiven Schlag hat, das es ab 90km/h sehr anstrengend wird, die Maschine einigermaßen unter Kontrolle zu behalten
– der Ständer muss verlängert werden, da die Ständeraufnahme so verbogen ist, dass die Schräglage beim abstellen mit Gepäck  zu bedenklich wirkt. Davon abgesehen nervt es, wenn die kleine Maschine immer gleich zwei Mopedstellplätze beschlagnahmt.
Ärgerlich ist vor allem die Geschichte mit dem Vorderrad. Zum Einen weil ich gerade neue Reifen habe aufziehen lassen, da ich dachte das „Schwimmen“ kommt von den uralten Schlappen und zum Andern ist es so fast unmöglich endlich mal eine längere Tour damit zu fahren. Aber dafür hat Mann ja schließlich nicht nur ein Moped. Dann werde ich eben das Zelt und die Kamera irgendwie auf den Cafe Racer knoten und die insgesamt rund 500km zu den Metzeler Interakt Tagen auf dem Höcker abrocken. Yeah!

#alpen50 – Eine Testfahrt zum #twheely Lehrgang mit Lothar Schauer

Neulich haben Bert und ich den lang ersehnten Wheely Kurs in Stuttgart dazu genutzt, mit unseren Fuffis eine ordentliche Testfahrt für die Alpen50 zu starten. Bert auf der Dax, ich auf der Vespa. Auf insgesamt ca. 380km wollten wir eine ordentliche Material und Sitzfleischprüfung durchführen.

Die Route bestand für die 50er natürlich überwiegend aus kleinen Landstraßen – außer dem Stuttgarter Stadtverkehr, und den wenigen kurzen Verbindungsstücken über Bundesstraßen, die sich nicht vermeiden ließen.


So eine Entschleunigungstour wirkt so wunderbar entspannend und doch flogen die rund 180km schneller ans uns vorbei, als wir geplant hatten. Für die Alpentour sind also 200km Tagesetappen locker zu schaffen. Eher deutlich mehr, sofern die kleinen Knatterkisten zuverlässig laufen…
So sind unser Gastgeber und HWP-Kollege Andi, König Bert und ich Abends dann auch noch mal mit unseren Fuffies durch und um Stuttgart gebraust.

Trio mit 6 Rädern


Später kamen dann noch Alexander, Marc und Stephan auf ihren Motorrädern angeritten und das erste mal seit Twitaly war die Truppe wieder komplett.
Samstags sind wir früh morgens zu sechst auf 6 Rädern zum Wheelykurs aufgebrochen.
Wir waren die ersten und konnten noch eine Weile lang ganz entspannt Lothar beim warmfahren bestaunen.
Den Wheelykurs selbst fand ich super. Ich habe viel gelernt, hatte viel Spaß und wurde gut unterhalten. Ich könnte mir sogar vorstellen zu gegebener Zeit nochmal teil zu nehmen, um meine Technik zu verfeinern.
Da Stephan seine Kamera im Gepäck hatte, gibt es zum Thema Wheelen später mehr. Und zwar mit Ton und in Farbe. – Bis dahin sei Euch der druckfrische, ausführliche Blogbeitrag von Marc empfohlen.
Nach einem schönem Abend im Eimer und bei Andi und Tanneliese (Danke!!!!) begann der Rückweg am späten Sonntag morgen genau so perfekt wie die Anreise. Mit super Wetter und einer Strecke die, je weiter wir das Einzugsgebiet Stuttgarts hinter uns ließen, immer mehr Spaß machte.
Bis meine Vespa völlig unverhofft eine Vollbremsung hinlegte und erstmal keinen Mucks mehr von sich gab. Ich befürchtete das Schlimmste, aber nach ein paar wenigen Kicks lief sie wieder. Also haben wir einfach mal gutgläubig ein paar lose Kabel mit Gaffa gefixt und sind weitergezogen.
Als ich den Zwischenfall schon längst wieder vergessen hatte, und wir uns mit Vollgas über ein Stück Bundesstraße auf die letzte und schönste Etappe durch den Odenwald aufmachten, geschah es wieder. Diesmal war mir schnell klar, dass ich nicht nochmal so glimpflich davon kommen werde. Zu brutal war das Geräusch aus dem Maschinenraum und zu heftig die Blockade des Hinterrades.
Meiner Vermutung entsprechend, stellten sich nach einem kurzen Check alle reparablen Teile als intakt heraus und so konnte das Übel nur noch im Zylinder liegen.
Bert schleppte mich noch zu einer Pizzeria und nach einer kleinen, apettitlosen Mahlzeit machte er sich auf den nach Hauseweg. Ich beneidete ihn um die schöne Strecke die vor ihm lag, hätte sie ihm aber durchaus gegönnt. Da ich für die Tour allerdings die Planung und Navigation übernommen hatte, hat er sich ohne seinen Führer so verfahren, dass er die schöne Strecke im wahrsten Sinne links liegen lies und über die nicht wirklich fuffietaugliche Bundesstraße fahren musste.
Ich rief unterdessen den ADAC an. Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst, das ich das ganze 10 mal machen würde und dabei über 5 Stunden(!) warten müsste, wäre ich lieber auf der Dax hinten drauf mitgefahren. Wir wären selbst mit 15km/h Spitzengeschwindigkeit schneller zu Hause gewesen.


Letztendlich freue ich mich aber fast über den Kolbenfresser. So hat die Testfahrt nämlich ihren Zweck erfüllt und mich zumindest in dieser Hinsicht vor einem Ausfall bei der Alpentour bewahrt.
Und die wirklich tollen 2,5 Tage, die ich erlebte, machten die Warterei schnell vergessen und erträglich.

Gesamt KM Bert: 380 / Ernie 302
Fahrzeit 9:46  Schnitt: 39km/h  Top-Speed: 68km/h

Mopedtour zur alten Schule

Neulich ging es mit @Kutze21 und @pistonpin zur Alten Schule nach Much. Anlass war ein Vortrag von Erik Peters (Oman – Island), der sehr zu empfehlen ist. Auch ein paar gute Tipps und GPS-Daten für Island konnten wir bei der Gelegenheit noch abgreifen. Und nicht zuletzt ist auch noch @motorradblogger mit seiner Diesel Enfield aus dem Norden angetuckert gekommen. Also viele gute Gründe für uns „da hoch“ zu fahren. Das Micha dann auch noch ab Friedberg eine super Strecke ausgetüftelt hat, machte die Sache perfekt. Obwohl der Tag eigentlich gar nicht so gut anfing. Kutztes DR sprudelte nämlich 10km nach Abfahrt, wie die reinste Ölquelle irgendwo aus dem Zylinder. Deshalb musste nochmal eben schnell die Katana geholt werden. – Ein Hoch auf die gepflegte Zweitmoped-Kultur!
Dadurch mussten wir dann kurzfristig die Anfahrt etwas umplanen, um es noch rechtzeitig zum Vortrag zu schaffen, aber die Strecke war trotzdem sehr geschmeidig.
Wir kamen an, stellten die Mopeds ab, setzten uns in den Vortrag und es ging los. Perfekt.

Die Alte Schule ist eine sehr coole Location.  Feiern, Zelten, Vorträge, Essen… alles da. Sollte man öfter nutzen!
Wir haben es uns nach dem Vortrag, interessanten Reise-Fachgesprächen und lecker Essen am Lagerfeuer gut gehen lassen, bis die Sohlen glühten, und sind am Sonntag, nach ordentlichem Frühstück und ausgiebiger Mopedschau, eine noch schönere Strecke zurück gefahren. Landschaft, Kurven, Wetter, Verkehr… alles perfekt und sehr entspannt.
Ein feiner, erster Campingausflug 2011!

553km gesamt

2011-04_Alte Schule

Update 09.05.: Alexanders Blogeintrag ist nun online und zeigt neben seinem Bericht und weiteren Bildern auch sehr schön wie und warum die Sohlen glühten.
Außerdem ist vor ein paar Tagen noch ein schöner Bericht von Marc im Motorradblog online gegangen.

XT500 – Liebe auf den ersten Kick

Am Wochenende, bei der Tour zur Alten Schule (Bericht folgt), wurde mir bewusst, dass ich ständig versuche mir die Tenere selbst schön zu reden, sie aber eigentlich überhaupt nicht leiden kann. Ich sträubte mich aber auch gegen den Gedanken sie zu verkaufen, da ich einerseits schon so viel Zeit; Geld und Nerven in die Maschine gesteckt habe (insbesondere für die anstehende Island Tour) und zum andern auf der Touratien-Reise doch recht zufrieden mit der Maschine war.
Ich will ja auch gar nicht behaupten, die XTZ660 sei ein schlechtes Moped. Aber sie entsprach eben nicht meiner Vorstellung: zu schwer, zu groß und selbst ein Zündkerzenwechsel artet in einer mittelgroßen Schraubersession aus.

Sonntag Abend dann ritt mich der Teufel und ich beschloss kurzerhand, trotz der knappen Zeit bis Island, eine neue alte und leichtere Enduro für das fordernde Offroad Gelände in Island zu suchen. Und was käme als überzeugter SR-Fahrer anderes in Frage, als eine XT500?
Überraschender Weise fand ich auch prompt ein günstiges Angebot und, schwupp, da steht sie nun:

Sie ist mit Bj. 77 (2. Hand) einer der ersten XTs und steht technisch super da. Außer kleinen Standarts, wie Kettensatz, Reifen u.s.w. bietet sie lediglich in Sachen Optik und Reisevorbereitung  etwas Handlungsbedarf. Sie stand wohl irgendwann mal einen Weile draußen. Der Motor spingt super an und läuft sauber.
Mein Grinsen nach den ersten kleinen Probefahrten bestätigte die Entscheidung. Klar, geht es auf langstrecken in Zukukunft etwas langsamer und weniger komfortabel zu, aber dafür macht mir das Ding einfach viel mehr Spaß. Sowohl beim Fahren, als auch beim Schrauben. Musste ich für einen neuen Krümmer der Ténéré damals einen kompletten Sonntag opfern, hatte ich bei der XT500 nach 5 Minuten Krümmer und Auspuff in der Hand. So mag ich das.