Yearly Archive: 2010

SR Cafe Racer

Der SR-Umbau geht weiter.

Stummellenker, Rahmendreieck frei räumen, zurück verlegte Fußrasten, Höckersitzbank, Tank restaurieren und alles unnötige Gewicht entfernen….

Zuerst nahm ich mir vor ein paar Wochen Monaten die Stummellenker vor. Eine Mini-Meinungsumfrage über Twitter bescherten mir die einstellbaren Telefix-Lenker, anstatt die zuerst ausgeguckten Classics, mit denen ich auch sehr zufrieden bin. Die vielen Verstellmöglichkeiten dienen nicht nur der Bequemlichkeit, auch der Dekompressionshebel findet hier seinen Platz. Letzteres ist bei den einfachen Classics schwierig.
Auch für den Tacho hat sich dadurch endlich ein besseres Plätzchen gefunden:
Als nächstes wurde die neue Sitzbank an den Alutank angepasst und für das Lackieren vorbereitet.
Dann flogen Luftfilter, Werkzeugbox und Batterie aus dem Rahmendreieck.
Ich hätte es dabei gerne vermieden am Rahmen herum zu sägen und flexen, aber die ganzen Halterungen sahen einfach scheiße aus. Also weg damit. Spart ja auch Gewicht.
Eine Platte (einbaufertig von Kedo) beherbergt nun – nach einer kleinen, präzisen Behandlung mit Stichsäge und Bohrer – an der Unterseite Gleichrichter und Zündschloss und oben unter der Sitzbank ist genug Platz für eine kleine Gelbatterie, die CDI und den ganzen Kabelmschodder samt Blinkrelais. Zwei hübsche K&N Filter ersetzen nun den originalen Luftfilterkasten.
Um den Vergaser den veränderten Frischluftbedingungen anzupassen, habe ich erstmal Haupt- und Leerlaufdüse um eine Nummer vergrößert. Also 310 statt 300 bei der Haupt- und 27,5 statt 25 bei der Leerlaufdüse. Wie gut meine Schätzung tatsächlich ist, wird sich noch zeigen…
Durch Zufall machte ich bei der Vergaserbeschraubung noch eine Entdeckung:
Seit ich die SR fahre, kämpfe ich mit einem äußerst schwergängigen Gashahn. Ich hab schon alles mögliche mit Griff und Gaszug angestellt, aber nichts hat geholfen. Mit dem Vergaser schien auch alles in Ordnung. Als ich nun aber (aus Versehen) die Schraube der Rückholfeder löste, schoss das ganze Teil unverzüglich quer durch die Halle. Ei Caramba. Die Feder war offensichtlich überdreht. Seltsam, denn die Feder so einzubauen ist eine hohe Kunst und völlig sinnlos und aus Versehen kann das eigentlich auch nicht passieren. Aber egal. Hauptsache es lässt sich nun butterweich Gas geben.
Nebenbei hatte ich mir noch Graphitband für den Krümmer bestellt. Aber irgendwie lies sich das nicht schön wickeln und sah auch eher bescheiden aus. Über Twitter kam dann neulich zufällig die Meldung rein, dass es noch ein anderes, besseres Krümmerhöschen gibt. Thermotec nennt sich das Zeug. Ist etwas teurer, dafür aber um Klassen besser. Sowohl optisch, als auch von der Qualität und der Verarbeitung. Jetzt bin ich auch zufrieden damit.
Momentan arbeite ich hauptsächlich am Tank und zerbreche mir den Kopf über das weitere Vorgehen mit dem Heck der SR. Dank TÜV gestaltet sich es ziemlich Schwierig aus dem Hinterteil was hübsches zu gestalten…

Neu: RD 50 M

Nachdem ich auf der Veterama nichts adäquates gefunden habe, habe ich noch am nächsten Abend ein Mopedchen gekauft und nach Hause gefahren.

Und zwar eine Yamaha RD 50 M (Typ 2E0), BJ 1978, EZ 1983 mit ca. 24160 km.

Im Vergleich zur DT 50 ist sie unglaublich träge. Bei einem Berg musste ich sogar mit den Füßen nachhelfen wie bei einem Laufrad! Aber das kann ja noch werden…

Erste Arbeiten wurden dann heute auch schon durchgeführt. Einiges ist aber auch noch zu tun.

Edit:

Gerade gesehen: Es ist ein 13M Motor vom Nachfolgemodell mit 4 anstatt 5 Gängen verbaut.

Edit 2:

Auspuff und Zylinder demontiert. Zylinder muss getauscht werden. Kopf hat Spuren von Feindkontakt. Pleuel hat in Augenhöhe etwa 1 mm seitliches Spiel, aber kein Höhenspiel. Was sich da seinen Weg durch den Brennraum gesucht hat kann ich leider nicht feststellen. Kolbenringe und Sicherungsclips waren noch intakt. die Teile stammen jedoch aus einer dritten Baureihe. Evt wurden sie auch schon so verbaut.

Edit 3:

Wollte nur mal schauen, welche Bremsklötze ich brauche…

Veterama 2010

Am Wochenende wird wieder Schrauber-Erntedank gefeiert.

Die Superhelden der HWP wohnen, wie immer, auf Stand 553 / Freigelände 9.

Schön war’s!
Grillen, Essen, Trinken, Handeln und Schrauben. – Freue mich jetzt schon wieder auf nächstes Jahr!

Danke an alle Superhelden. Insbesondere für das leckere Essen. Fisch, Fleisch und Gebäck waren köstlich und wie gewohnt von famoser Qualität. 😉

Mit dem Bonanzarad durch die Hansestadt

Neulich traf sich die Bonanzaradjugend nach langer Zeit mal wieder im schönen Hamburg.
Entspanntes Radeln entlang der Elbe, dem Hafen und durch St. Pauli stand auf dem Programm.
Unsere Homebase hatten wir für das Wochenende auf dem Campingplatz Elbecamp, direkt am Elbufer aufgeschlagen. Dort lies es sich wunderprächtig grillen und Astra in Wasser verwandeln.
Die Tour am Samstag ging, für unsere Odenwälder Verhältnisse, schön flach und easy die Elbe entlang. Erste Station war ein Treffen mit den acht Road-Bloggern und @blablog an den Fischauktionshallen. Dort sollten die Mopedjungs während ihrem kurzen Stopp ihr können auf dem Bonanzarad beweisen. Road-Blogger vs. Bonanzaboys im Umdiedoserockern. Für die motorisierte Fraktion trat an: Honda san AaronLang der sich gegen Bonanzaboy König Bert I. himself zu behaupten hatte. Und er tat es. Mit 15 zu 14 Runden in einer Minute um die Dose fahren konnte er den Contest für das Team Kilometerfresser entscheiden. Bei der von uns geforderten Revanche, auf der VFR noch schnell ein 1/8-Meile Sprintrace zu fahren, haben sie dann aber gekniffen. Sie nahmen sich lieber den gesicherten Sieg mit auf den weiteren Ritt.
Die Gruppe der Bananensattelrider zog weiter durch den alten Elbtunnel um nach der Tunneldurchfahrt das „richtige“ Dose-Rockern zu vollführen. Das konnte Andi mit 18 Runden für sich behaupten. Der Titel bleibt also bei den Bonanzaboys. Gut so. In der Gesamtwertung auf dem dritten Platz, zeigte Schmutzclown als amtierender Weltmeister einmal mehr, dass man die Seniorenklasse (noch) nicht unterschätzen sollte.
Danach ging es, mit mehreren Stopps zur Stärkung mit isotonischen Kaltgetränken, zur obligatorischen Runde über den Kiez, bei dem wir auch voll im Silbersack gelandet sind. Danach fuhren wir wieder langsam Richtung Campingplatz mit Blick auf den Hafen und weiteren sehr schönen Rast-Gelegenheiten. Schätze wir hatten schlussendlich so um die 30 Kilometer auf der Uhr. Trotz mangelnder Lichtquellen an diversen Fahrzeugen, konnte ein unfreiwilliges Bad in der Elbe bei allen Teilnehmern ebenso vermieden werden, wie Unfälle jeglicher Art.

Auch Pannen gab es keine Nennenswerten. Ab und zu wurde hier und da mal etwas Luft nach gepumpt und der neue Trend geht zum Verzicht der Radmuttern, aber niemand musste schieben. Und die Schlüssel für die Fahrradschlösser waren auch immer da, wenn wir sie brauchten.

Ein schönes Wochenende. Dickes Danke nach Hamburg.